Lexikon des Stierkampfs

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Temple

Die Langsamkeit und kontrollierte Durchführung eines Manövers mit der capa oder muleta.

Der Begriff entstand vor allem bei der Arbeit mit der capa, die dazu diente, die Geschwindigkeit der toros zu verringern. Dem Stier den Rhythmus aufzudrängen, bedeutet ihn zu dominieren.

"Einigen wir uns auf dieses: temple macht alles. Ohne temple keine Begnadigung.
Was ist es denn genau?
Die vollkommene Ã?bereinstimmung der Bewegung von Stier und Tuch.
Das Verharren im Augenblick der Kadenz.
Und was bewirkt es?
Dem Stier Brisanz wegnehmen oder solche aus dessen Stumpfheit herausziehen.Wenn eine Figur temple hat, meinst Du, sie dauert eine Ewigkeit. Temple gibt dem toreo die Tiefe. Und temple ist magisch. Wie der Drive im Jazz. Nur daÃ? es in die entgegengesetzte Richtung wirkt. Statt daÃ? sich, wie beim Drive, das Tempo unmerklich, doch stetig verschärft, muÃ? sich dieses im Temple unmerklich, doch stetig verlangsamen."


Pierre Imhasly (Corrida - Der spanische Stier und sein Fest, Edition Erpf, 1982)

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