Lexikon des Stierkampfs

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Tauromaquia hernandina

Die tauromaquia des spanischen Poeten Miguel Hernández Gilabert (1910 - 1942). Darunter wird vor allem seine literarische Interpretation der mundo taurino bezeichnet. Zwar gehört Hernández im Anfangsstadium (1934) zu der Redaktion von dem Nachschlagewerk El Cossío, aber eine eigene tauromaquia hatte er nie verfasst.

Die toros stellen in allgemeinen Werk von Miguel Hernández eine wichtige Metapher da, in welcher nicht nur der Ruhm oder die Niederlage in der mundo de los toros dargestellt wird, sondern er erkennt in der tauromaquia die Tragödie der menschlichen Existenz. Seine Art und Weise die eigene Weltanschauung zu präsentieren. So steht im Zentrum eines jedes seiner Gedichte der toro bravo, ein wildes Wesen, bereit zu töten, welcher im ruedo gegen den torero, den Menschen antritt, um die Menschheit mit der eigenen begrenzten Existenz zu konfrontieren.

Er beteiligte sich aktiv am Bürgerkrieg und nahm im Juli 1937 am II. Internationalen Schriftsteller Kongress für die Verteidigung der Kultur in den Städten Barcelona, Valencia, und Madrid teil, wo sich auch berühmte Schriftsteller einfanden wie Heinrich Mann, Lion Feuchtwanger oder Pablo Neruda. Das war eine klare antifaschistische Kampfansage. So setzte er sich im Spanischen Bürgerkrieg (1936 - 1939) für die Republikaner ein. Doch der Krieg war verloren, Franco übernahm die Macht, und Miguel Hernández war gezwungen, nachdem das faschistische Regime die Vernichtung zahlreicher seiner Werke anordnete, die Flucht anzutreten. Es gelang ihm die Grenze nach Portugal zu erreichen und auch zu überqueren. Aber da er ohne Dokumente war, wurde er spontan von den portugiesischen Polizisten der Guardia Civil übergeben. Er kam in das Gefängnis von Sevilla, wurde dann in das berühmte Gefängnis von Madrid, dem Cárcel de Torrijos überwiesen. Dank des Einflusses seines Freundes Pablo Neruda kam er aber im September 1939 ohne Prozess wieder auf freien Fuss. Doch nur für kurze Zeit. Denn nur wenige Monate später wurde er wieder verhaftet und im März 1940 zum Tode verurteilt. Und wieder traten seine intellektuellen Freunde, allen voran José María de Cossío (der Gründer des grössten Lexikons über die tauromaquia, den COSSÍO), für ihn ein und noch im selben Sommer verwandelte die Justiz die Todesstrafe von Miguel Hernández in eine 30-jährige Haft. Er wurde im September in das Gefängnis von Palencia und von dort nach Ocaña in Toledo verlegt. Ein Jahr später brachte man ihn nach Alicante, wo er die Zelle mit dem bekannten spanischen Maler und Schriftsteller Antonio Buero Vallejo. Noch im selben Jahr erkrankte er an Tuberkulose und starb am 28. März 1942 um 5.32 Uhr.







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